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Alkohol
Datum 13/01/2010 13:04  Autor Karsten Wollbrück  Hits 360  Sprache Global
Gefahren des Alkohols und seine möglichen Folgen
Alkohol bzw. alkoholische Getränke sind heutzutage sehr beliebt. Schon in frühem Alter trinken Jugendliche und teilweise sogar Kinder, oft und regelmäßig alkoholhaltige Getränke. Das es sich beim Alkohol um eine bewusstseinsverändernde Droge handelt, ist dabei den wenigsten Menschen bewusst, obwohl sie ja den Alkohol oft wegen dieser Wirkung trinken.

Wer regelmäßig Alkohol konsumiert, geht das Risiko ein, vom Alkohol abhängig zu werden. Dabei spielt es keine Rolle, welche Art von alkoholischen Getränken konsumiert wird, der Körper wird sich irgendwann an die regelmäßige Zufuhr von Alkohol gewöhnen und entsprechend reagieren, wenn es aus irgendwelchen Gründen mal zu einer Unterbrechung des Alkoholkonsums kommt. Oft werden als Alkoholiker nur die Menschen angesehen, die den ganzen Tag Alkohol trinken, im gesellschaftlichen und sozialen Absatz leben und ihr Leben nicht mehr geordnet bekommen. In unserem Land leben mehrere Millionen alkoholkranke bzw. alkoholgefährdete Menschen, die regelmäßig Alkohol konsumieren. Die meisten dieser Menschen leben noch in geordneten Verhältnissen, gehen arbeiten, haben Familie und kommen auch sonst noch ihren Verpflichtungen nach.



Ob und wie weit jemand alkoholgefährdet ist, dafür gibt es keine Pauschalantwort. Es gibt verschiedene Test für Alkoholiker im Internet, die bei ehrlicher Beantwortung der Fragen Anhaltspunkte geben können, zum nachdenken anregen können, aber in erster Linie muss jeder für sich einschätzen, ob er oder sie schon ein fremdbestimmtes Leben, also vom Alkohol bestimmtes Leben führt.

Kein heutiger Alkoholiker hat mit dem Vorsatz angefangen zu trinken, sich in die Alkoholabhängigkeit zu trinken. Der Übergang ist immer schleichend  und wird sogar oft vom Betroffenen selbst nicht sofort bemerkt. Ein gravierendes Merkmal für eine mögliche schon bestehende Alkoholabhängigkeit ist die Motivation des Alkoholkonsums. Wird der Alkohol wegen seiner Wirkung getrunken oder als Getränk, weil dieses Getränk eben schmeckt.

Viele alkoholkonsumierende Menschen trinken ein Glas Wein zur Entspannung oder ein sogenanntes Feierabendbier, was oft schon in ein Ritual ausartet und werden unruhig, wenn sie dieser Gewohnheit mal nicht nachkommen können. Diese aufkommende Unruhe können erste psychische Entzugserscheinungen sein, weil sich der eigene Körper schon zu sehr an den regelmäßigen Alkoholkonsum gewöhnt hat. Dieses Alarmzeichen sollte nicht einfach übergangen werden, sondern als erstes Zeichen betrachtet werden, ob es wirklich notwendig ist, jeden Tag Alkohol zu konsumieren.

Ist die Schwelle zur Alkoholabhängigkeit erst einmal überschritten, gibt es kein zurück mehr zum mal gelegentlich ein Glas Bier oder Wein trinken. Für alkoholkranke Menschen gibt es dann nur noch ein Leben ohne jeglichen Alkoholkonsum. Das bedeutet dann auch, dass auch kleine Mengen, die in Lebensmitteln als Zutaten eingegeben sind  oder bei kochen verwendet werden, zu einem Rückfall führen können.

Ein Alkoholiker kann nicht von seiner Alkoholkrankheit geheilt werden, sondern diese psychische Erkrankung kann nur durch ein abstinentes Leben zum Stillstand gebracht werden. Diese kompromisslose Abstinenz können aber nur sehr wenige Menschen aufbringen. Die meisten Alkoholiker werden nach kurzer Zeit wieder rückfällig. Die Gründe für einen Rückfall sind vielseitig. Oft wird die eigene Nüchternheit nicht an erster Stelle gesetzt und es werden Kompromisse eingegangen, die eine Nüchternheit zu gefährden. Für einen trockenen Alkoholiker sind einige Dinge besonders wichtig. Neben der eigenen Einsicht in die Alkoholabhängigkeit sind viele Lebensveränderungen zum früherem Leben sehr wichtig.

Dazu gehört ein alkoholfreies Zuhause, damit der Griff in einem schwachen Moment nicht sofort zur Flasche führen kann. Ein alkoholfreies Zuhause ist dann ein sicherer Ort, wo niemand mit dem Alkohol konfrontiert wird. Alkoholfrei bedeutet in diesem Sinne nicht nur, dass es keine alkoholischen Getränke gibt, sondern auch Merkmale des Alkoholkonsums, wie Biergläser oder Weingläser, in der Wohnung nicht mehr vorhanden sein sollten. Da die Alkoholsucht eine psychische Krankheit ist, können solche Dinge die Nüchternheit gefährden. Außerdem sollten alle alkoholhaltigen Lebensmittel aus der Wohnung verbannt werden. Zum alkoholfreien Zuhause gehört auch, dass der Alkoholiker nicht nur selbst nichts trinkt, sondern natürlich auch, dass eventueller Besuch oder die Familienangehörigen in dieser Wohnung keinen Alkohol konsumieren sollten.



In diesem Zusammenhang kommen wir zu einer weiteren Lebensveränderung, dem alkoholfreien Umfeld. Hat sich früher während der alkoholkonsumierenden Zeit vieles in Gesellschaft mit ebenfalls alkoholtrinkenden Menschen abgespielt, sollte nun sehr viel wert darauf gelegt werden, solche Menschen und Orte, wo viel Alkohol konsumiert wird, zu meiden. Durch die oft vielen Jahre des Alkoholkonsums, hat sich ein Leben eingeschlichen, das vom Alkohol bestimmt wurde. Das soziale Umfeld hat sich dahingehend verändert, dass der eigene Alkoholkonsum nicht so sehr auffiel, dass keine Fragen zu einer schon am morgen existieren Alkoholfahne aufkamen und wo man zu jeder Zeit Alkohol trinken konnte. Diese Art der Lebensführung sollte nun durchbrochen werden. Das heißt dann auch, dass neue Freizeitinteressen gefunden werden sollten, die nicht mit Alkohol zu tun haben.

Allen Menschen, mit denen man öfter zu tun hat, zu diesen Menschen sollte man offen ehrlich zugehen und von seiner Alkoholkrankheit berichten. Durch den offenen Umgang mit der Alkoholabhängigkeit erspart man sich Ausreden und Lügen, warum man keinen Alkohol mehr trinkt und verstrickt sich nicht in Unstimmigkeiten, zum Beispiel weil man später nicht mehr weiß, wen man welchen Grund genannt hat. Jeder der von der Alkoholkrankheit weiß, hilft, indem er oder sie in gefährlichen Situationen beschützten kann. Alkohol ist zwar eine legale Droge, aber jeder sollte selbst mal überprüfen, ob er es nötig hat, sich durch diese Droge in eine Scheinwelt versetzen zu müssen.
UDL-Nick
Vielen Dank für diesen sehr informativen Artikel!
Also ich bin, laut diesem Test kein Alkholiker.
Ich bin mir sicher, dass viele Betroffene deinen Artikel schätzen werden.
13
Jan
fets
Also wir haben ein forum ueber baclofen und Alkohol. Baclofen scheint bei alkohol, sucht zu helfen siehe http://www.baclofen-forum.com/
03
Feb
Mr.Baclo
Ich nehme seit anfang des Jahres Baclofen und es ist wie ein wunder!nach 19j abhengichkeit habe ich kein verlangen mehr nach alkohol.
Meinen täglichen erfahrungs bericht auf:
http://www.baclofen-forum.com/

LG
Mr.Baclod
06
Feb


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