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QUELLE VERSANDHAUS wird geschlossen
Datum 20/10/2009 06:58  Autor Andre  Hits 556  Sprache Global
Wer heute auf die Homepage von Quelle.de schaut, wird nur eine leere Homepage auffinden.

Nicht nur wir sind geschockt ... auch Tausende Kunden und Geschäftspartner von Quelle. 


Das Versandhaus Quelle wird geschlossen und abgewickelt. Der Insolvenzverwalter des Mutterkonzerns Arcandor, Klaus Hubert Görg, teilte am Abend mit, dass die Verhandlungen mit Investoren gescheitert seien. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks hatten zuvor drei Kauf-Interessenten Rückzieher gemacht, die letzten beiden sprangen demnach wenige Stunden vor Görgs Mitteilung ab. Der Insolvenzverwalter erklärte, dass es nun keine Alternative zur Abwicklung von Quelle Deutschland mehr gebe. Über die Konsequenzen will er die Mitarbeiter heute Nachmittag informieren.







Ein Sprecher Görgs sagte, dass durch die Schließung weitere 1500 Arbeitsplätze verloren gehen. Wie viele Stellen indirekt - etwa im Versandzentrum der übergreifenden Arcandor-Versandhandelssparte Primondo - betroffen seien, werde noch ermittelt. Zur Primondo-Gruppe gehören neben Quelle auch mehrere Spezialversandanbieter und der Verkaufssender HSE 24.

Infolge des laufenden Insolvenzverfahrens und des damit verbundenen Personalabbaus verlieren bereits 3100 Beschäftigte ihren Job. 600 hatten selbst gekündigt, für 2500 Beschäfttige war ein Sozialplan ausgehandelt worden. Görgs ursprüngliches Sanierungskonzept hatte bis Januar sogar die Streichung von insgesamt 3700 der zuletzt noch etwa 10.500 Arbeitsplätze vorgesehen.

Nach den aktuellen Angaben des Insolvenzverwalters sollen ungeachtet der Abwicklung von Quelle Deutschland die Spezialversandanbieter wie Baby-Walz und hessnatur ihre Geschäfte eigenständig weiterführen. Die internationalen Gesellschaften und HSE 24 verfügten über ein stabiles Geschäft. Auch das Auslandsgeschäft von Quelle in der Schweiz, Österreich und Osteuropa wertete Görg als "gesund". Es soll nun in einem eigenständigen Verfahren verkauft werden.

Der angestrebte Verkauf von Primondo als Gesamtpaket scheiterte laut Insolvenzverwalter vor allem daran, dass keine Einigung in der Frage des sogenannten Factoring ab Januar 2010 zustandekam. Bei diesem Verfahren übernahmen Banken bislang die Vorfinanzierung von Ratenzahlungen der Quelle-Kunden. Sie überwiesen dem Versandhaus den Großteil des Geldes direkt und ermöglichten ihrerseits den Kunden die Ratenzahlungen.
 

Quelle: www.tagesschau.de


Unsere eigene Meinung!
Wir nutzten seit einigen Jahren das Partnerprogramm von QUELLE und haben auch guten Umsatz damit gemacht. Allerdings ist uns selbst aufgefallen, dass die Umsätze in den letzten Monaten steil bergab gingen.

Die Leute haben immer weniger Geld und würden gern bestellen, doch eine Ratenzahlung ist bei vielen nicht möglich. Wer den Kunden keine Ratenzahlung anbieten kann, wird in Zukunft scheitern und untergehen. Die Preise bei den Versandhäusern sind im Vergleich zu anderen Anbietern enorm hoch. Auch die Qualität der Waren lässt bei einigen Produkten zu wünschen übrig.

Wer den Kunden so viele Steine in den Weg stellt, braucht sich nicht zu wundern, dass niemand Interesse an den Produkten hat. Klar ist eine Finanzierung mit Risiken verbunden, aber es gibt halt auch ehrliche Rückzahler!



 

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